Malaria - Prophylaxe notwendig?

Allgemeine Fragen und Themen bezüglich des Urlaubs und der Reise nach Südafrika kommen hier rein.

Malaria - Prophylaxe notwendig?

Beitragvon Afrika2012 » Di 21. Feb 2012, 23:08

Man bekommt soviele unterschiedliche Ratschläge zu Malaria und Malaria Prophylaxe. Wir werden uns in Südafrika zwar nur im Westen aufhalten, wo es keine Malaria gibt, haben aber beschlossen, vor unserer Rückkehr nach Deutschland noch an die Victoria Fälle fliegen. Dort, hat man mir gesagt, ist Malariagebiet. Und so stehen wir vor der Entscheidung, prophylaktisch Tabletten zu schlucken oder das Risiko einzugehen, an Malaria zu erkranken.

Wie hoch ist denn das Risiko, wirklich Malaria zu bekommen? Wir werden nur 2 volle Tage an den Victoria Fällen sein und irgendwie widerstrebt es mir, wegen dieser zwei Tage fast zwei Wochen lang Tabletten zu schlucken. Andererseits hört man auch nie von jemandem, der Malaria bekam. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, die schon in Südafrika waren und da waren einige dabei, die gar nichts einnahmen, obwohl sie in Malariagebieten (Krugerpark) waren. Und keiner hatte danach Malaria bekommen.
Meine Frau rief vor ein paar Tagen im Tropeninstitut an, dort riet man zur Malariaprophylaxe. Aber die können natürlich nichts anderes raten, schon, um sich selbst abzusichern.

Ein paar andere Meinungen zu diesem Thema würden mich interessieren.

Ach ja: Was nehmen denn die Ortsansässigen? Das ganze Jahr Tabletten?
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Re: Malaria - Prophylaxe notwendig?

Beitragvon Lucia » Mi 22. Feb 2012, 13:32

Hallo Afrika 2012! Eine klare Antwort wirst Du auf Deine Malaria Frage nicht bekommen. Wie Du schreibst, werden Ärzte etc. - und auch Reiseleiter ;) - immer Prophylaxe empfehlen. Schon, um sich selbst abzusichern - wie Du richtig erkannt hast.

Ob man etwas einnimmt oder nicht, das muss jeder für sich persönlich entscheiden.

Früher gab es Lariam, da hatte ich oft Reisegäste, die sich unwohl fühlten nach der Einnahme. Jetzt gibt es Malorone und das wird wirklich gut vertragen. Ich habe noch nicht von Nebenwirkungen gehört. Sofern kein triftiger Grund vorliegt, keine Tabletten zu nehmen, würde ich Reisenden immer zur Malaria Prophylaxe raten.

Manche Leute können aus medizinischen Gründen die Tabletten nicht nehmen. Manche wollen nichts einnehmen. In diesem Fall sollte man sich abends immer gut mit Autan oder anderen Anti-Moskito-Mitteln einreiben und einsprühen. Auch schauen, dass nachts kein Moskito im Zimmer ist. Wenn man noch mehr auf Nummer sicher gehen möchte, abends lange Hosen und Socken anziehen. Die Mücken stechen gern unten herum bei den Knöcheln und Füßen. Die gefährliche Zeit ist nachts, da sind die Malaria Mücken aktiv. Nach Sonnenuntergang bis morgens. Evtl. noch vorsichtig sein bis 8 oder 9h. Danach, untertags, braucht man wegen Malaria keine Angst zu haben.

Um Deine Frage zu beantworten, was die Südafrikaner einnehmen, die in den Malariagebieten wohnen? Nichts!
Ich lebte mit meiner Familie etliche Jahre im Nordosten Südafrikas, zeitweise auf einer entlegenen Kaffeeplantage an der Grenze zu Mosambiek und Simbabwe, richtiges Malariagebiet. Damals sagte mir ein Arzt, dass man lieber das Risiko der Krankheit eingehen solle, als ständig diese Medikamente zu schlucken, da die auf lange Sicht sehr gesundheitsschädlich seien. Wir hatten Glück und bekamen keine Malaria.

Solltet Ihr gestochen werden, bitte nicht in Panik ausbrechen, denn nur jede 1000. Mücke ist auch eine Malaria Mücke.

Dann ist es auch eine Frage der Jahreszeit. In der trockenen Saison, im Winter, ist die Malariagefahr eher gering. Wenn die Regenzeit beginnt, meist so im Oktober, dann wird es gefährlich.

Man kann auch was zum Einreiben hier in Südafrika kaufen, in jedem Supermarkt oder Apotheke. Das gebräuchlichste Mittel gegen Moskitos heisst: Tabard. Ob die Mittel, die man hier kauft, besser wirken, als die aus Deutschland, das kann ich nicht bestätigen, denn ich nehme immer die Sachen, die die Touristen mir dalassen. Wie z.B. Antibrumm forte, und ich finde, das wirkt sehr gut.
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Re: Malaria - Prophylaxe notwendig?

Beitragvon Inga » Mi 22. Feb 2012, 18:32

Es ist eigentlich im vorigen Beitrag von Lucia alles gesagt. Im Winter (Juni bis September) ist das Risiko relativ gering, an Malaria zu erkranken und ich würde sagen, man kann dann auch in den Krugerpark ohne Malaria Prophylaxe. Ab Oktober würde ich dann etwas einnehmen. Auf alle Fälle, sobald die Regenzeit eingesetzt hat und die Mücken zu "brüten" anfangen. Die Touristenregionen Südafrikas, in denen Malaria vorkommt, ist das Lowveld, wo der Kruger Nationalpark ist und auch das Zululand. Der größte Teil der von Touristen besuchten Gebiete Südafrikas ist frei von Malaria.
Wie es mit dem Malaria Problem in Simbabwe aussieht, weiß ich leider nicht. Aber ich glaube, wenn ich dort hinfahren würde, z.B. an die Victoria Fälle, würde ich auf jeden Fall etwas gegen Malaria einnehmen.
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Re: Malaria - Prophylaxe notwendig?

Beitragvon Bruno » Sa 25. Feb 2012, 08:34

Stimmt, wir nehmen hier nichts. Wenn man hier im Lande gros geworden ist, dann ist man gewohnt das es Malaria geben kann. Auser wenn die Kapstätter in den Norden fahren, die nehmen bestimmt etwas ein, weil sie das Malaria Problem in Kapstadt nicht kennen und Angst haben. Für die Touristen von Übersee ist es aber zu empfehlen, Vorsorge zu treffen und Tabletten einzunehmen. Nur im Winter, zwischen ungefähr Mai und September, da ist die Malariagefahr gering im Kruger Nationalpark. Da ist die trockene Jahreszeit und es gibt nicht viele Mücken.
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Re: Malaria - Prophylaxe notwendig?

Beitragvon Maja B. » Sa 25. Feb 2012, 11:19

Ich nahm Malarone und vertrug es gut. Bemerkte keinerlei Nebenwirkungen. Mein Freund beschloß im letzten Moment, nichts zu nehmen, weil wir nur ein paar Tage im Malariagebiet waren. Ich wollte dieses Risiko nicht eingehen und begann mit den Tabletten zwei Tage bevor wir ins Malariagebiet im Krugerpark kamen. Ich muß zugeben, daß wir verhältnismäßig wenig Moskitos sahen und daß es zuhause im Sommer viel mehr Mücken hat. Das hat uns etwas überrascht. Wir waren aber trotzdem vorsichtig und schmierten uns abends mit Tabard ein, das uns in Südafrika empfohlen wurde und das wir in einer Drogerie kauften. Bekannte hatten uns gesagt, dass die Mittel aus Deutschland in Afrika nicht so gut wirken.
Ich nehme jetzt mal an, daß mein Freund nicht Malaria bekam, denn bis jetzt ist er gesund. Aber anscheinend kann man es bis zu einem halben (?) Jahr, nachdem man im Malariagebiet war, noch bekommen.
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